Therapiekonzepte bei Burn Out

Therapie bei Burn Out, Burnout und Burn Out Syndrom.jpgBurn Out ist ein übergeordneter Begriff für viele Neben- und Folgeerscheinungen aufgrund vorausgegangener, extremer Stressbelastung. Auch Jahre nach einem Zusammenbruch hat sich das Leistungsvermögen des Menschen ohne fachgerechte Behandlung nicht reguliert, sodass manchmal nur ein kleiner Tropfen genügt um das berühmte Fass zum Überlaufen zu bringen. 

Für das Volksleiden Burn Out gibt es keine einheitliche, standardisierte Diagnose. Das Krankheitsbild ist komplex und vielschichtig, jedoch lässt sich zur Diagnose des Burn Out eine sichere Konstellation bestimmter Hormone und Neurotransmitter feststellen.

Therapien bei Burn Out

Als mögliche Therapie zeigt sich die Re-Aktivierung der Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin meist erfolgreich. Diese Reaktivierung kann erfolgen über die Produkte

 Bei Schlafstörungen bieten sich zusätzlich an: Magnesium und GABA Pro

betroffene Hormone bei Burnout

Burn Out ist gekennzeichnet von Hypocortisolismus als Folge einer (ehemals) dauerhaften Ausschüttung von ACTH und CRH und ehemals extrem hohen Cortisolleveln sowie einer gestörten Neurotransmitterbalance. Der Tagesrhythmus der Cortisolspiegel bei Burnout- Betroffenen kann total abgeflacht sein (totaler Burnout) oder er kann eine gestörte Tagesrhythmik aufweisen (partieller Burn Out). Direkt mit beteiligt am Burn Out sind eine gestörte Cortisol- und Neurotransmitter Produktion (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin sowie Melatonin) 

  • Serotonin ist meist vermindert
  • Dopamin ist meist unverändert, später vermindert
  • Noradrenalin ist anfänglich hoch, in späteren Verlauf dann vermindert
  • Melatonin und GABA sind vermindert 

Differentialdiagnosen bei Burn Out

Man unterscheidet zwischen totalem Burn Out (vollständiger Hyocortisolismus) bis zu partiellem (morgendliche und mittägliche Cortisolwerte sind niedrig, ab Mittag und besonders Abends sind die Cortisolwerte erhöht). Zur Überprüfung bietet sich entweder das Cortisol-Tagesprofil oder ein Neurostress-Test an. 

Burn Out ist eng vergesellschaftet mit Tagesmüdigkeit, Motivationsverlust, Schlafstörungen,
Motivationsverluste und Stimmungsschwankungen bis zu Depressionen sowie Angst- und Panikattacken
Einschlafstörung oder Durchschlafstörungen,  Depressionen,  Motivationsabfall,  Antriebsschwäche, 
massive Erschöpfungszustände (Fatigue),  Esstörungen,  unspezifische Schmerzreaktionen, Wahrnehmungsstörungen,  Gedächtnisstörungen,  Wortfindungs- und Koordinationsstörungen. 

Labordiagnostik:

  • Cortisol -Tagesprofil
  • Serotonin
  • Noradrenalin
  • Dopamin
  • Adrenalin
  • Melatonin (erhältlich z.B. im Neurostresstest)

weiteres: 

  • ACTH (vermindert)
  • CRH (vermindert)
  • Nebennieren- Funktionalität
  • gesteigerte inflammatorische Aktivität: Proentzündlichen Zytokine: Interleukin 1ß, TNF-alpha, Interleukin 6 sind erhöht

 

 

Burn Out in Zahlen

Natürlich ist der Hauptleidende immer der an Burn Out direkt betroffene. Aber sowohl für Krankenversicherer als auch für Arbeitgeber ist Burn Out mittlerweile ein immenser Kostenfaktor geworden:

Die Zahl der geschätzten Burn Out-Anfälligen lag 2007 bei 10% der Arbeitnehmer in entsprechenden Berufen (Management oder andere Leistungsberufe, oder berufe mit hohem sozialen Engagement)

2010 war fast jeder 10. Fehltag am Arbeitsplatz durch Krankschreibung auf eine psychische Störung zurück zu führen, was gegenüber 1999 einen Anstieg von rund 80% entspricht

Besonders Auffällig ist dabei die Zunahme der Fehltage aufgrund Stress, Burn Out und totaler Erschöpfung (CFS) Alleine im Jahr 2010 wurden rund 100.000 Arbeitnehmer alleine aufgrund der Diagnose Burn Out krank geschrieben

Seit 2004 sind die durch Burn Out diagnostizierten Fehltage am Arbeitsplatz um fast 900% auf insgesamt 1,8 Mio angestiegen. 

(Quelle: WIdO)